Die Güter der Erde

ps_239 Die Geschichte wurde von Herrn Lapapi scharf kritisiert. »Man sehe,« sagte er zum Schluß, »die Wellen des Meeres an – sie sind jeden Tag anders – und immer wieder anders – wie die Schachpartieen, die auf der Erde gespielt werden, auch immer wieder anders sind. Und so sind auch die Güter der Erde immer wieder anders – und wir dürfen nicht denken, daß wir mal eines schönen Tages alles Gute und Schöne gemütlich zu unsern Füßen sehen werden. Das wäre ja das Ende vom Liede. Wenn wir auch öfters das Vergnügen haben, uns einzubilden, daß wir viel – sehr viel – erreicht haben – Alles werden wir nie haben – und es ist gut, daß es so ist. Daß wir immer wieder nach einem neuen Ziel jagen – das sollte uns doch beweisen, daß die Welt unendlich reich ist. Und trotzdem hat es Leute gegeben, die von dieser letzterwähnten Tatsache auf die Armut der Welt schließen wollten! O, es gibt so unendlich viele Komödien! Demnach – immer mutig, liebes Onkelchen!« Und dann sprachen wir vom Abschiednehmen, und dabei las der Lapapi dieses hier:

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Paul Scheerbart    https://scheerbart.de   ein   fognin   Projekt

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