Eier!

ps_108 Jetzt wirbeln die Wassermassen durcheinander —  wie Viehherden, in die der Blitz schlug.
Und die zehntausend gehen unter in den aufgeregten Wassermassen und glauben, daß jetzt bald alles vorbei sein wird —  das ganze lange Leben.
Aber die eiförmigen Glaskrusten halten auch das Wasser von den Geistern ab, daß sie ruhig weiterleben können, obschon sie sich nicht bewegen können —  wie Gelähmte.
Die zehntausend bleiben leben, doch sie haben keine Freude am Lebenbleiben.
Die Glaseier sinken in ein helleres Wasserreich, in dem bandwurmlange dickköpfige Schlammschlangen umherschwimmen; die Schlangenkörper sind stellenweise von topasartig leuchtenden Gewändern umgeben, die sich zierlich aufbauschen und sich anschmiegen in gewundenen knittrigen Faltengebilden an die Schlangenhaut.
Die Faltengebilde, die knotenartig an vielen Stellen des Schlangenleibes haften, leuchten wie Topase, hinter denen Licht ist.
Die zehntausend wissen nicht mehr, ob sie steigen oder sinken.
Knipo, jener Geist, der nie recht weiß, ob er sich ärgert oder sich freut, befindet sich ebenfalls in einem Glasei.
Die Geister bemerken es schmerzlich, daß sie sich nicht bewegen können —  die Glaskruste ist so fest —  und schließt jetzt auch den Mund.
Verworrene dumpfe Töne dringen durchs Wasser —  als kämen sie aus weiter Ferne.
Die Glaseier schwimmen so ruhig wie hohle Steine —  die Schlammschlangen bleiben ziemlich weit ab —  zu denen gesellen sich glatte Seestiere mit dicken gelben Augen und dicken gelben Entenfüßen; die Seestiere werden aber scheu und gehen auf die Schlangen wütend los und zerreißen mit ihren hakigen Hörnern die leuchtenden Topasgewänder, daß die Fetzen nur so rumwirbeln.