Kometentanz

Die Leoniden— Polonaise

Nachdem die Zofe mit Hilfe ihrer sieben Pierrots vom Globus runtergesprungen ist und sich wieder ihre Federkrone an Stelle des Mondhutes aufgesetzt hat, bittet sie den Scharfrichter näher zu treten und nun auch auf den Globus zu steigen —  was nach einigem Sträuben mit Hilfe einiger Diener geschieht, während sich die Damen des Harems —  auch die Pierrots —  die Mondhüte abnehmen und Kometenschweife aus Federn auf den Kopf setzen.

Sämtliche Haremsdamen, die im Folgenden als Sternschnuppen aus dem Leonidenschwarm mit kopfgroßen Spiegeln in der rechten Hand ein kleines Gefunkel erzeugen, fordern die anwesenden Hofleute zu einer Polonaise auf Der König tanzt nicht mit. Auch der Zauberer, der Dichter und die lustige Person, die in der Nähe des Königs bleiben, tanzen nicht mit. Der Scharfrichter sieht recht hilflos aus, so daß Alle verstohlen über ihn lächeln.

Die beiden Königinnen führen die Polonaise als erstes Paar.

Die Polonaise windet sich öfters um den Globus, seitwärts und nach hinten hin.

Es fallen jedoch plötzlich unter zischenden Sphärenklängen sehr viele Sternschnuppen schräg vom Himmel herunter, so daß Alle furchtbar erschrecken.

Durch den Schreck wird die Ordnung gestört. Und unter erschrockenem Hin—  und Herrennen löst sich die Leoniden— Polonaise unvermittelt auf. Während die Sphärenmusik wieder in nervösem Tempo dahinjagt, versucht der Scharfrichter möglichst rasch vom Globus herunterzukommen. Da jedoch die Diener auch von der allgemeinen Verwirrung ergriffen werden, muß dem Scharfrichter der König mit der lustigen Person herunterhelfen. Der Zauberer und der Dichter kommen zu spät.

Alle erschrecken über dieses Intermezzo mehr als über den unerwarteten Sternschnuppenfall.

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