Kometentanz

Der Harem kommt

Der König sieht durchs große Fernrohr, streichelt den Himmelsglobus und die astronomischen und astrologischen Instrumente und macht unbewußt ein paar pantomimische Bewegungen der lustigen Person nach. Die Diener, die rechts und links die hohen Stocklaternen halten, beißen sich in die Lippen. Trommel—  und Paukenwirbel erschallt nun rechts und links, und die Spielleute treten aus den Gebüschen heraus.

Dann tanzen von allen Seiten die Haremsdamen herbei. Sie begrüßen den König, der sich auf die Marmorbank rechts gesetzt hat, wie üblich mit hoch erhobenem rechten Zeigefinger. Zuletzt kommen die beiden Gemahlinnen des Königs. Sie haben hellgrüne Kleider an, die bis zum Knie reichen und mit kleinen goldenen Schweifkometen garniert sind; jede Gemahlin trägt jedoch ein besonderes Hellgrün.

Auf dem Kopfe haben die Beiden Kronen aus goldenen Kometenschweifen.

Von den anderen Haremsdamen hat jede ein Kleid von besonderer Farbe; die Kleider reichen bis zum Knie und sind mit goldenen und silbernen Sternen und Sternbildern garniert. Die Kleider der Damen sind einfarbig, aber äußerst grell, während die Kleider der Hofleute sich durch gedämpfte und geschmackvolle Farbenzusammenstellung abheben.

Alle Damen haben auf dem Rücken goldene oder silberne Mondsicheln mit Gesichtsmasken als Flügel und außer den Königinnen keinen Kopfschmuck und dunkelfarbige Strümpfe. Die Sphärenmusik verfällt in ein heftig wirbelndes aufreizendes Tanztempo.

Die Hofleute entbieten auch den Haremsdamen den Himmelsgruß —  aber mit der linken Hand und dem linken kleinen Finger.

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