Kometentanz

Der Vollmond

Es wird allmählich still.

Die Nachtigallen schlagen wieder.

Die Sphärenmusik säuselt dazu wie ferne Wiegenlieder.

Wiederum hebt der Zauberer seine Pfauenfedern gegen den Himmel empor und beschreibt mit ihnen lange Beschwörungslinien. Und nach der Beschwörung erscheint ein lachender Vollmond am Himmel; er kommt majestätisch aus höheren Regionen herunter. Der Vollmond steigt auch auf die Bühne herunter und tanzt zu den Nachtigallentönen einen drolligen Wackeltanz mit kleinen Sprüngen, die den ganzen Hof wieder in gute Stimmung versetzen; die Säbel der Hofleute fliegen rasselnd in ihre Scheiden. Der Mond hat ein außerordentlich lustiges Gesicht; es ist derselbe, der am Ende des ersten Aufzuges in den Wolken erschien; sein Hinterkopf besteht aus lauter dunkelvioletten Locken, die beim Tanze hin—  und herfliegen; sein Gesicht ist dick und goldgelb.

Am Ende des Tanzes wirft der Mond die lustige Person aus seinen Haaren heraus.

Und während der Mond ruhig wie ein Himmelsglobus in der Mitte der Bühne stehen bleibt, hilft man der lustigen Person wieder auf die Beine —  sie hat in beiden Händen große Büschel dunkelvioletter Locken.

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