Kometentanz

Das Grimassen— Intermezzo

Die lustige Person streichelt und küßt die Instrumente und breitet vor ihnen mit lächerlicher Verzückung die Arme aus. Vor dem Globus fällt sie auf beide Kniee und faltet die Hände. Die Diener krümmen sich vor Lachen, aber es kommt kein Ton über ihre Lippen; sie verzerren das Gesicht zu fürchterlichen Grimassen.

Durch die Sphärenmusik geht ein dumpfes Grollen.

Die begeisterte Zofe erscheint im Hintergrunde.

Und was die lustige Person, die vor dem Globus auf den Knieen liegen bleibt, zum Spotte tat, tut jetzt die Zofe mit rührender, aber komisch wirkender Andacht. Dabei hat sie einen langen Staubwedel aus grünen Federn als Abzeichen ihrer Zofenwürde in der Hand. Sie bedient sich nebenbei des Staubwedels zur Säuberung der Instrumente.

Die Diener in hockender Stellung schneiden noch mehr Grimassen, die Zofe springt schließlich, nachdem sie allen Instrumenten ihre Verehrung bezeichnet hat, mit Hilfe von zwei Dienern auf den Globus und dreht sich dort in seliger Verzückung um sich selbst und greift mit den Händen immerzu nach oben, als wollte sie die Sterne des Himmels zu sich herunter ziehen.

Die Zofe trägt ein hellblaues bis zum Knie reichendes Kleid, das ganz mit silberblanken Mondsicheln bedeckt ist. Auf den Schultern trägt sie zwei silberblanke Vollmonde wie Epaulettes.

Mondsicheln wie Vollmonde sind kleine Gesichtsmasken. Als Kopfbedeckung trägt die Zofe eine weiße Federkrone; die Federn schwanken hin und her. Zwei silberblanke scheibenartige Halbmonde —  ebenfalls mit Gesichtsmaske —  bilden auf dem Rücken der Zofe zwei Flügel, die mit der krummen Linie am Körper haften.

Ein Diener springt plötzlich mit erhobenen Armen aus dem Gebüsch und klatscht in die Hände.

Und Alle stehen steif und ernst wie Stöcke da —  auch die lustige Person und der Dichter. Die weißen Laternen leuchten jetzt rechts und links wie zwei schnurgrade Lichtketten. Die Zofe springt vom Globus herunter und verschwindet im Hintergrunde.

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