Kometentanz

Die Verzweiflungs— Pantomime

Die Frauen bestreuen sich gegenseitig die Brandwunden mit Mehl und verbinden sich die Finger mit Taschentüchern und bewegen sich stehend, sitzend und liegend in Verzweiflungslinien; die bunten Decken sind wieder da.

Die Körper und Gliedmaßen werden derartig hin—  und hergewunden, daß ein Zusammenklang der Bewegungen stattfindet und eine allgemeine Schmerzempfindung zur Darstellung gelangt; die Gesichter müssen dabei sehr wirkungsvoll mitspielen.

Und ähnlich äußert der Zauberer seine Verzweiflung über die Sprödigkeit der astralen Lebewesen.

Der Zauberer fällt auf ein Knie vor dem König und fleht um Gnade, zuckt mit den Schultern und deutet durch eine ganze Reihe von Hand—  und Armbewegungen an, daß er die Himmlischen nicht zwingen könne. Diese Bewegungen bilden ein Pendant zu den verzweiflungsvollen Bewegungen der Haremsdamen.

Die Sphärenmusik verfällt in dumpfes Gebrumm.

Der König aber deutet durch viele lächelnde Gesten an, daß er die Sterne wohl verstehen könne. Der König würde auch nicht mit seinen Haremsdamen tanzen.

Da müssen natürlich alle Hofleute mit verschmitzter Herzlichkeit lachen —  die Frauen verstehen natürlich weder ihren König —  noch das Lachen der Männer.

Der Zauberer verbeugt sich sieben Mal lächelnd vor seinem Könige und faltet sieben Mal zum Zeichen des Dankes seine weißen Hände in einander.

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