Kometentanz

Das Pas seul

Da will die Zofe die Ehre des königlichen Harems retten; sie erscheint ganz in feinen dünnen schneeweißen Gewändern; eine schneeweiße Mondsichel, deren Hörner neben den Ohren runtergehen, trägt die Zofe als Hut, und in den Händen hat sie einen langen Staubwedel, dessen Federn ebenfalls schneeweiß sind. Farbige flimmernde Lichter machen die Zofe zeitweise farbig und auch bunt —  in schottischer Musterung.

Die Zofe tanzt und giebt ihrer Sehnsucht nach den Sternen, die seitwärts halb in den Gebüschen stehen, und besonders ihrer Sehnsucht nach den im Hintergrunde liegenden Kometen ergreifenden Ausdruck.

Die Kometen richten sich zuweilen ein wenig empor, legen sich aber immer wieder hin; die Zofe tanzt oft mit dem Rücken gegen das Publikum, wobei die schottische Musterung stark zur Geltung kommt.

Von den Dienern mit den Stocklaternen sind nur drei oder vier hinten und seitwärts zu sehen.

Die Sterne bleiben an ihren Plätzen.

Die Zofe wird schließlich sehr traurig und geht kopfschüttelnd zum Könige, dem sie schluchzend zu Füßen sinkt. Ihr Schmerz wirkt aber so, daß sich die Hofleute ein Lächeln nicht verbeißen können.

Der König streichelt der Zofe beide Wangen und hebt die Knieende auf.

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