Kometentanz

Der Tanz der drei großen Kometen
mit den sieben kleineren Sternen

Die Sphärenmusik wird unvermittelt sehr lärmend.

Und unter Geknall und Gepuff erscheinen die sieben kleineren Sterne hinter einander am Himmel; sie haben oben doppelte Mondgröße und kommen auch einzeln wie die Kometen auf die Bühne: die Begrüßung des Königs spielt sich sehr einfach —  beinahe pietätlos ab.

Zwei Kometen stellen sich dann rechts und links und einer hinten auf und beugen sich etwas nach vorn, sodaß die Strahlenbündel ihrer Köpfe oben in einem Punkte sich kreuzend zusammenschließen.

Und unter diesen drei Strahlenbündeln tanzen die sieben kleineren Sterne zuerst allein.

Von den sieben kleineren Sternen sind die größten nicht über zwei Meter hoch. Einige Sterne sind zackig, andere würfelförmig, rund oder vierkantig, einige leuchten stark oder glänzen wie farbige Brillanten, andere wie Gold oder Silber oder wie Opal und Perle. Ihre Bewegungsfähigkeit besteht hauptsächlich nur im funkelnden Sichdrehen und im Hin—  und Herpendeln; sie können aber rasch ihren Standpunkt verändern und springen. Füße und menschliche Gliedmaßen sind auch bei diesen kleineren Sternen nicht zu bemerken.

Schließlich tanzen die Kometen mit den kleineren Sternen zusammen; das Farben—  und Lichterspiel wird immer lebhafter. Die Kometen, die ihre Spinnenfinger stets in Bewegung halten, bilden mit den Sternen die verschiedensten Glanzornamente, die nur anfangs noch zuweilen zuckend festbleiben, nachher jedoch wie ein unaufhörlich sich drehendes Kaleidoskop wirken —  voll heftigster Beweglichkeit.

Die Tänze werden von der gewaltigsten Sphärenmusik begleitet; feierliche Orgeltöne durchbrechen oft die Tanzmelodien.

Wie die Sterne und Kometen plötzlich ganz still stehen —  die Kometen mit senkrecht emporstehenden Kopfstrahlen —  wird die Sphärenmusik wieder ganz sanft.

Die Hofleute und Haremsdamen bewegen sich —  als wären sie von einem Banne befreit.

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