Kometentanz

Der König und der Dichter

Der Zauberer nähert sich ehrfurchtsvoll dem Könige. Doch der König verlangt nach dem Dichter.

Wie der Dichter vor dem Könige steht, deutet dieser mit tiefer Verachtung auf seinen Hof und seinen Harem, dann mit verklärter Miene auf die Sterne des Himmels, auf die Instrumente, auf sich selbst —  und zuletzt auf des Dichters Guitarre. Dieses Pantomimenspiel wiederholt sich ein paar Mal mit Variationen. Der Dichter wiederholt zögernd ebenfalls die Bewegungen des Königs —  deutet mit seinem Zeigefinger auf Hof, Harem, Sterne, Instrumente, König und Guitarre —  zuletzt aber noch auf seine eigene Stirn —  nimmt danach die Guitarre von der Schulter ab und wirft sie dem Könige vor die Füße —  dreht ihm dabei den Rücken.

Der König erschrickt, die Nachtigallen schlagen, leise Sphärenmusik wogt auf und nieder, und ein Schwanken geht durch die Reihen der Hofleute, die Haremsdamen zittern vor Erregung.

Der König legt milde seine linke Hand auf des Dichters linke Schulter —  doch dieser Dichter schüttelt die Hand ab.

Da winkt der König seinem Scharfrichter.

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