Glasarchitektur

XVII
Die Glashaare im Kunstgewerbe

 

Daß sich Glas auch zu spinnbaren Haaren ausbilden läßt, ist von vielen vergessen worden.
Die Geschichte ist aber über vierzig Jahre alt. Vielleicht noch älter. Ich weiß es nicht.
Diese Glashaare könnten im Kunstgewerbe eine ganz neue Industrie erzeugen; Diwandecken, Sessellehnen usw. sind aus Glashaaren möglich.


 

XVIII
Die Schönheit der Erde, wenn die Glasarchitektur überall da ist

 

Die Erdoberfläche würde sich sehr verändern, wenn überall die Backsteinarchitektur von der Glasarchitektur verdrängt würde.
Es wäre so, als umkleidete sich die Erde mit einem Brillanten—  und Emailschmuck.
Die Herrlichkeit ist garnicht auszudenken.
Und wir hätten dann auf der Erde überall Köstlicheres als die Gärten aus tausend und einer Nacht.
Wir hätten dann ein Paradies auf der Erde und brauchten nicht sehnsüchtig nach dem Paradiese im Himmel auszuschauen.


 

XIX
Die gotischen Dome und Burgen

 

Die Glasarchitektur ist nicht ohne die Gotik zu denken. Damals, als die gotischen Dome und Burgen entstanden, hatte man auch eine Glasarchitektur gewollt. Sie kam nur nicht ganz zur Ausführung, weil man noch nicht das unerläßliche Eisenmaterial zur Verfügung hatte. Dieses erst gestattet, den ganzen Glastraum zu realisieren.
Zur Zeit der Gotik war das Glas in den meisten Privathäusern noch ganz unbekannt. Heute ist das Glas in jedem Hause bereits ein Hauptfaktor der Architektur. Allerdings: ihm fehlt noch die Farbe.
Aber auch die Farbe wird kommen . . .


 

XX
Hellas ohne Glas, Orient mit Ampeln und Majolikafliesen

 

Im alten Hellas war das Glas ziemlich unbekannt. Doch schon vor der hellenischen Kultur gab es in den Ländern am Euphrat und Tigris viele bunte Glasampeln und glänzende Majolikafliesen. Schon um 1000 vor Christus. Der vorderasiatische Orient ist also die sogenannte Wiege der Glaskultur.


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