Tarub Bagdads berühmte Köchin

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Doch was ist das?

Said fallen die Augen zu, der Kopf fällt ihm auf die Brust und nun —  nein —  hätte ihn nicht der Hausmeister aufgefangen, der Herr des Hauses wäre mit der Nase in den Kirschenpudding gefallen..

Die Gäste springen erschrocken empor.

Aber die Tarub und die Sailóndula kichern —  und tanzen vor Vergnügen.

»Er hat ja ein Schlafpulver bekommen«, sagt die Sailóndula, »denn wir wollen mit Euch auf der Sternwarte Wein trinken. Beruhigt Euch!«

Battany und seine Freunde müssen nun so laut lachen, daß Said, den der Hausmeister vorsichtig auf die Seite legte, beinahe wieder aufgewacht wäre…

Ablas Gazellenlied verhallt —  sie eilt auf die Estrade und wird vom dicken Kodama stürmisch geküßt.

Die Gäste waschen sich alsdann in bester Laune die Hände —  und wandeln davon —  zur nahen Sternwarte —  die drei Mädchen —  und die Sklaven mit den Weinschläuchen folgen —  die Flötenspieler ebenfalls.

Auf der Estrade bleibt nur der schlafende Said —  der schnarcht.

Die roten Papierampeln schaukeln ein bißchen.

Der Springbrunnen plätschert.

Die Blumen duften stark.

Das Räucherwerk duftet noch stärker.

Wie verwüstete Dörfer liegen die Überreste der Torte und des Puddings auf den kostbaren Teppichen umher —  —  —

Die sauberen weißen Tücher mit den Fransen sind zerknillt und durcheinandergeworfen.

Die Estrade gleicht jetzt einem verlassenen Schlachtfelde.

Der Halbmond steht schief über der Gartenmauer.

Die Sterne sind wieder sehr hell.

Die roten Ampeln verlöschen allmählich.

Die Nachtigallen flöten wunderbar.

Und Said schnarcht…


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