Der astropsychologische Dithyrambus

Der astropsychologische Dithyrambus

aus: Meine Tinte ist meine Tinte!
aus: Na prost!

ps_073 Hurrah! Hurrah! Endlich seh‘ ich sie —  wie sie glüht, wie sie Purpur ausflammt!
Meine Mutter, meine gute Mutter —  die Sonne!
Mutter, Sonne, hör‘ mich! hör‘ mich!
Dein Sohn kommt, dein Sohn, der viertausend Jahre im Weltenraum herumsauste in Hyperbelbahnen…
Mutter, erkennst du mich schon? ich bin ja der Stierkomet vom Jahre 1825.
Krachende Wonnen durchzucken meinen Kern. Guten Tag, Uranus, wie geht’s dir denn?
Hurrah! leb‘ wohl, du lahmes Vieh!
Kometen fliegen wie die Geiersterne im Orionnebel.
Wir sind die Fieberträume der Materie, wir sind die zuckenden Weltallschlangen, wir sind die toll gewordene Verrücktheit. Wir belachen die faulen Planeten. Wir vergeuden unsre Kraft, denn wir sind fürchterlich stark.
Sonne! Sonne! Dein Sohn, der Stierkomet vom Jahre 1825 —  —  naht!
Schon laß ich meine wilden Gluten in dich, du heiße Mutter, hineinströmen.
Weltall, zittre!
Weltgeist, lausche!
Der Stierkomet küßt mit seinen kosmischen Lippen den Glutenleib seiner Mutter, seiner alten, alten Sonne. —
Faule Planeten, ihr Kebsmänner meiner Mutter, wandelt bedächtiger eure Bahn!
Sonne! Sonne! Sonne!
Mutterchen, ich liebe dich!
—  —  —  Du lustige Mutterbraut!
Mutter, ich werde ja so ernst —  liebst du mich auch? Mich, den Stierkometen vom Jahre 1825?

ps_152   Eine kleine Burg


 Na Prost:

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