Nacht und Purpur

Nacht und Purpur

Allegorie

aus: Meine Tinte ist meine Tinte!
aus: Na prost!

ps_068 Der glänzende Purpur kam zur Nacht. Er liebte die schwarze Nacht.

Doch diese sagte: «Laß mich in Ruh!»

Der Purpur schüttelte darob sein schönes Haupt und glaubte, die Nacht sei toll geworden. Er, der Purpur, konnte nicht begreifen, wie’s die schwarze Nacht fertigbringen konnte, den glänzenden Purpur zu verschmähen.

Zwei Fledermäuse hatten diesem wunderlichen Liebesspiele kichernd zugeschaut.

Jetzt flogen sie auf und sangen spöttisch:

 «Purpur, laß uns in Ruh!
Wir sind ja gar nicht wie du!
Deine Liebe kann uns Nichts nützen.»

Der Purpur ging sehr ärgerlich von dannen. Und bald hörte der Purpur überall —  spöttisch —  höhnisch —  lustig:

«Purpur, laß uns in Ruh!
Wir sind ja gar nicht wie du!»

Ach —  und viele Verse, die so ähnlich klangen.


ps_152
   Der alte Priester und die Knaben


 Na Prost:

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