Die gebratene Flunder

Die gebratene Flunder

Tanz Poem der „tiefen“ Richtung

aus: Meine Tinte ist meine Tinte! 

ps_063 Die gebratene Flunder sitzt auf dem gelbseidenen Familiensofa und sinnt – sinnt lange.
Plötzlich springt sie auf und schaut den heiligen Nepomuk, der sich im Schaukelstuhl ein bisschen schaukelt, durchdringend an.
Dann ruft sie, während sie auf ihrem knusprigen Schwanze in der Stube herumhopst: „Nepomuk, Du solltest Kaiser von Pangermanien werden – wahrhaftig! wirklich!“
„Du hast wohl“, erwidert Nepomuk, „zuviel gebratene Butter im Kopp!“
Die gebratene Flunder springt auf den Tisch und singt die Marseillaise.
Da wird der heilige Nepomuk wütend und schlägt mit der Faust auf den Tisch.
Was geschieht?
Die Lampe fällt runter und explodiert.
Alles verbrennt und stirbt.
Die Asche gibt kein einziges Lebenszeichen von sich.
Hieraus erkennt man wieder, wie viel der Zorn zerstören kann.

ps_152   Feuerblumen

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Paul Scheerbart  http://scheerbart.de ein fognin Projekt

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