Tarub Bagdads berühmte Köchin

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Und Safur soll baden.

Er tut’s —  in Battanys wunderbarem Teiche, der in einem kleinen Talkessel liegt.

In dem Teiche blühen blaue Lotosblumen.

Die großen Lotosblätter schwimmen auf dem Teiche wie riesige Topfdeckel.

Die Sklaven reinigen des Dichters Kleid.

Und nach dem Bade wird der Dichter von den Sklaven mit wohlriechenden Ölen gesalbt.

Die Baumwolle reinigen die Sklaven mit wohlriechender Seife.

Safurn wird ein bißchen besser.

Er bekommt auch was zu essen.

Und dann steigt er in eine Sänfte und wird sanft mit Battany aus dem Garten raus —  zum Said und zu seiner Tarub getragen.

Unter den beiden roten Sonnenschirmen, die groß, rund und steif sind, wird die Haut der beiden Männer auf den Sänften auch ganz rot.

In Battanys Harem wird’s wieder lebhafter: der Hausmeister muß erzählen —  von Safur und von der alten Dschellabany.

Die Frauen sind schrecklich neugierig.

Und dann baden die Frauen in demselben Teiche, in dem Safur badete —  wo die blauen Lotosblumen blühen und die großen Lotosblätter herumschwimmen.

Die Frauen baden unter hellgelben und hellblauen seidenen Sonnenschirmen —  die Schirme sind riesig groß.

Und die nasse Haut der gelben Inderinnen spiegelt das Grün der Lotosblätter und auch die blauen und gelben Töne der Sonnenschirme, daß die Haut so bunt schillert —  wie entzückende Perlmutterschalen.

Wunderbarer noch spielen die verschiedenen Lichtfarben auf den Leibern der weißen Armenierinnen.

Und die Leiber der schwarzen Frauen werden ebenfalls ganz bunt.

Doch —  Battanys üppige Haremsfrauen langweilen sich auch im Bade —  sie sehen die Farbenpracht der Lichtspiele nicht auf ihrer schön gepflegten Haut.

Und wie die nassen Glieder der Frauen müde unter den blauen und gelben Sonnenschirmen am Ufer liegen —  im Grase —  da spielen die Lichtfarben noch viel großartiger auf den prächtigen üppigen Leibern, die sich räkeln mit Arm und Bein —  —  —  dadurch werden die Glieder noch immer reizvoller —  unbeschreiblich!


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