Die Entwicklung des Luftmilitarismus

7. Die gänzlich nutzlosen Untersee­boote.

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Die Unterseeboote sind von der Ballongondel aus heute schon sehr leicht zu entdecken – auch wenn sie unter dem Wasser fahren. Aber – auch wenn sie nicht zu entdecken wären, so wären sie doch nutzlos, da man ja, wenn Luftflotten da sind, keine Seeflotten mehr zu beschützen oder anzugreifen hat. Man kann somit fragen: was sollen die Un­terseeboote während eines Luftkrieges? Sollen sie Kauffahrteischiffe und Personendampfer in Grund und Boden rennen? Wenn das gesche­hen soll, so besorgen das die Lenkbaren und Gleitflieger mit ihren Lufttorpedos viel schneller und sichrer. Man kann also den Bau von Unterseeboo­ten gleichfalls unterlassen. Als Kriegsin­strumente gehören sie zum alten Eisen. Leider muss ich gestehen, dass man das nicht wird einsehen w o 11 e n . Es wäre nötig, in agitatorischer Form immer wieder die Nutzlosig­keit der Unterseeboote den Kriegsverwaltungen so lange vorzupredigen, bis die Sache zum all­gemeinen Gesprächsstoff wird. Die Franzosen müssten ganz besonders darauf aufmerksam gemacht werden. Die Sache müsste im französi­schen Parlament zur Sprache kommen, damit auch der französische Steuerzahler erfährt, dass das Geld für die teuren Unterseeboote ganz nutzlos vergeudet wird…

ps_084
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