Das graue Tuch und zehn Prozent Weiß

ps_064 Und bald lag unter dem Luftschiff des Herrn Krug der australiatische Kontinent.
Man sah von den Ballons der Gondelkajüte die riesigen Eukalyptuswälder.
Herr Krug mußte so tief wie möglich fahren, da die Damen das Land ganz genau sehen wollten.
Und sie sahen dann auch viele Känguruhs. Käte Bändel machte viele landschaftliche Skizzen und erzählte immer wieder von den Herrlichkeiten der Kolonie auf dem Makartlande.
»Sie haben uns ja«, sagte sie zu Herrn Krug, »sehr übel genommen, daß wir eine schwarze Holzkiste in unsern Klubsalon hineinbauten. Nun ja – meinetwegen kann man’s ja eine Kiste nennen. Wir nannten die Kiste unsern Kajütensalon und haben dort sehr behagliche Stunden verlebt – wenn’s draußen kalt war und der Orkan tobte. Wie haben wir da die Wärme geschätzt in dem kleinen Raum. Und die schwarzen Holzwände hielten so fein den Sturmlärm ab. Ich kann mir ja denken, daß Sie, Herr Krug, als Architekt immer für das beste und herrlichste Baumaterial – eben für das Glas – sein werden. Doch fürchte ich, daß sich die Sehnsucht nach dem Holz im Polargebiet nicht überwinden läßt.«
»Warum?« fragte Herr Krug.
»Nun«, erwiderte Fräulein Bändel, »ich sagte ja schon: der Sturm ist nicht so heftig zu hören – und man hat das Gefühl der Behaglichkeit. Aber – Sie bauen dafür lieber ein paar Dutzend Wände und Eisenbetonplatten und sagen, daß sich’s im Glaspavillon noch behaglicher wohnen läßt als im Kajütensalon aus Holz. Gewiß glaube ich, daß die Holzkiste nur eine Gewohnheitskiste ist. Ja! Ja! Wär’s aber nicht sehr freundlich von Ihnen, wenn Sie im Polargebiet ein bischen nachgiebiger wären? Die Herren Maler tun ja schon alles, was Sie haben wollen; sie sind gutmütig – die Maler. Ich fürchte nur, die Herren holen gelegentlich ihre alte Holzkiste wieder vor – oder bauen sie wo anders ein. Sie kommen ja nicht so bald wieder zurück zum farbenprächtigen Makartlande. Liebe Clara, Du hast das Prächtigste bei uns unten noch nicht erlebt; das Meer war immer sehr stark bewegt. Es kommt aber vor, daß es ganz ruhig ist und dann eine Eisfläche zeigt. Und die Eisfläche bei der Mitternachtssonne, wenn sie dicht überm Horizont steht! Und dann im Vollmondschein! Das ist, verzeihen Sie, Herr Krug, noch herrlicher als alle Glasarchitektur. Das ist eigentlich vorbildlich für die Glasarchitektur. Die glatte Eisfläche – die ist ja so wie die glatte Glasfläche. Schade, daß Sie beide das nicht gesehen haben. Sie hätten doch länger im Makartlande verweilen müssen.«
Herr Krug wollte noch mehr wissen von der glatten schneefreien Eisfläche.
Und Fräulein Bändel erzählte so lebhaft, daß Herr Krug plötzlich ganz begeistert aufsprang und dann dem Steward zurief:
»Schnell zwei Flaschen Champagner – roten Champagner – vom besten!«

Währenddem saß Herr Rechtsanwalt Löwe in seinem Wolkenkratzerhotel zu New-York und empfing einen Herrn Stephan, der sich als Filmfabrikant vorstellte.
»Wollte«, sagte Mr. Stephan, »nur anfragen wegen Heirat des Mr. Krug. Sie waren dabei, als Ehekontrakt aufgesetzt wurde. Weiß schon Alles. Miß Krug soll immer schwarze Garderobe tragen. Miß Amanda Schmidt war auch dabei. Nun will ich farbige Films von Turm zu Babel machen lassen – und da das Souper aufnehmen, bei dem der Kontrakt fixiert wurde. Sehr interessant! Sensation für die Europäer! Biete Ihnen, wenn Sie mitmachen, zehntausend Dollars; Miß Schmidt kann ebensoviel bekommen. Mr. Krug nebst Gattin wird durch Schauspielerin und Schauspieler dargestellt.«
»Ist ja ein«, rief Mr. Löwe, »ganz närrischer Einfall. Übrigens mit der schwarzen Farbe stimmt das nicht.«
»Gut«, sagte Mr. Stephan, »so nehmen wir Grau. Kommt ja nicht so genau darauf an. Die Europäer haben jedenfalls ihre Sensation. Und sie lernen dabei auch die Glasarchitektur von Chikago kennen. Dieses Hauptsache! Die Ausstellungsdirektion steuert etwas zur Sache bei. Ist ja Riesenreklame.«
»Dann«, versetzte Herr Löwe, »müssen Sie das Honorar verdoppeln.«
»Mehr als zwölftausend Dollars«, rief der Geschäftsmann, »kann ich aber nicht geben. Beim besten Willen: es geht nicht.«
»Dann geben Sie«, sprach der Rechtsanwalt ernst, »fünfzehntausend Dollars.«
»Dreizehntausend«, rief der Fabrikant.
»Dreizehn«, sagte Herr Löwe, »ist eine böse Zahl. Sagen Sie vierzehn!«
Mr. Stephan höhnte über den Aberglauben, und sie einigten sich auf dreizehntausendfünfhundert Dollars.
»Doch«, fügte Herr Löwe hinzu, »fragen Sie erst bei Miß Amanda Schmidt an. Sie hat die Entscheidung. Wenn sie nicht will, kann aus dem Geschäft nichts werden.«
»Fahre«, sagte Mr. Stephan, mit dem Hute in der Hand, »sofort nach Chikago und werde alles arrangieren.«
Und es wurde alles arrangiert – nachdem mehrere Depeschen zwischen Miß Amanda und Mr. Löwe gewechselt waren.
Noch am selbigen Tage kam alles zu Stande. Und einen Monat später gingen die Films in alle Welt.

Als das Luftschiff des Herrn Krug den australiatischen Kontinent nicht mehr unter sich hatte und bereits über der Insel Java dahinschwebte, begann der Architekt seinen beiden Damen vom Kinibalobad auf Borneo zu erzählen.
»Die Damen glauben ja gar nicht«, sagte er heftig, »wie viele unerfüllbare Wünsche einem Architekten vorgetragen werden; es ist wahrlich nicht leicht, mit reichen Herren umzugehen; man weiß immer nicht, ob die Herren Bauherren nur Geschäfte machen oder nur Vergnügen haben wollen – oder ob sie geneigt sind, für ästhetische Interessen sich einzusetzen. Ich habe immer die Empfindung gehabt, daß die meisten Bauherren gar nicht wußten, was sie eigentlich wollten. Der Architekt muß ihnen erst ein paar Ideen aufsuggerieren. Das ist nicht immer leicht – besonders dann nicht, wenn man’s mit einer Gesellschaft zu tun hat, in der die führenden Köpfe nicht gleich als solche erkenntlich sind. Wenn aber mal ein reicher Bauherr eine eigene Idee hat, dann ist es sicher eine so abenteuerliche unausführbare Idee, daß man einen heillosen Respekt vor den Gedankenflügen der reichen Herren bekommt. Entschuldigen Sie gütigst, daß ich so umständlich bei der Einleitung verweile. Aber sie ist für die Geschichte des Kinibalobades nicht zu umgehen. Schon vor fünf Jahren fing die Geschichte an. Damals sollte der ganze Berg Kinibalo, der auf der Nordspitze von Borneo liegt und viertausendeinhundertzehn Meter hoch ist, zu einer Pyramide umgeformt werden. Sie lachen! Ja – Sie haben es leicht, zu lachen. Ich aber mußte damals dem reichen Bauherrn die Sache ausreden; ich ging natürlich auf die sogenannte Idee zunächst ein. Er wollte ein Gegenstück zu den ägyptischen Pyramiden haben. Dort, sagte er öfters, sind die Pyramiden des Todes, hier soll die Riesenpyramide des Lebens hinkommen. Also, erwiderte ich, es soll ein Weltbad werden, und es sollen die Badegäste auf dem Berge wohnen. Ja! Ja! meinte er lachend und bestellte gleich den ältesten Rheinwein. Und dann haben wir tagelang über die Sache debattiert. Und schließlich wurde aus der anfänglich ganz verrückt klingenden Idee doch etwas Vernünftiges. Der Berg blieb Berg, wurde nicht in eine Pyramide umgewandelt. Dagegen entstanden in allen Höhen des Berges entzückende Kolonieen und Restaurants. Der Kinibalo liegt ja dicht überm Äquator. Darum war es nur natürlich, daß die Badegäste mehr oben auf dem Berge angesiedelt wurden. Und das geschah denn auch. Nun ist die ganze Spitze des Berges bewohnbar gemacht. Natürlich – die Anlage wird noch nach zwanzig Jahren nicht ganz fertig sein. Aber – das schadet ja nichts. Was bis jetzt da ist, kann sich schon sehen lassen. Und – das Kinibalobad ist heute bereits ein Modebad. Ich höre soeben, daß fünfzehntausend Badegäste momentan da sind – trotz der sehr erheblichen Preise. Das Wichtigste war, die Gepäck- und Personenbeförderung von unten nach oben und von oben nach unten zu regeln. Ich schlug natürlich Zahnradbahnen vor. Aber – da widersetzte sich der reiche Bauherr und erklärte, daß die Zahnradbahnen in das ästhetische Gesamtbild, in dem so viel Glas verwertet sei, nicht hineinpassen. Und da hat man nun Hebelbahnen gebaut. Das ist ein ganz besonderer Scherz. Wir werden oben auf dem Berge landen. Ich komme wahrscheinlich, wie mein Steuermann sagt, in der Nacht an. Sie werden, meine Damen, staunen – über das Kinibalobad. Ich achtundvierzig Stunden dürften wir dort sein.«
Die Damen waren nun sehr neugierig.
Und sie freuten sich auf das berühmte Kinibalobad wie die Kinder.

ps_031

Über der großen Insel Borneo setzten sich am nächsten Tage ein paar Dutzend rosafarbene Flamingos auf die Gondelkajüte, und die Tiere kamen auch hinunter auf die Balkons und wurden dort gefüttert.
Einzelne der Tiere flogen bald wieder fort, aber drei Flamingos blieben – wie die Haustiere da. Sie wurden von den Damen und Herrn Krug so splendid gefüttert, daß sie nicht mehr fortflogen.
Bald darauf sahen die Luftschiffer den Berg Kinibalo. Viele Scheinwerfer umzuckten die Spitze des Berges. Herr Krug meldete sich durch Scheinwerfersignale an – und dann umkreiste das Luftschiff den Berg, und dabei sahen die Damen des Herrn Krug, daß auf dem Berge an die hundert Luftschiffe und Aeroplanfahrzeuge lagerten. Die gaben alle mit Scheinwerfern Begrüßungssignale, so daß sich die Landung oben sehr feierlich gestaltete.
Jetzt begann gleich für die Damen ein großes brillantes Gesellschaftsleben. Herr Krug ließ seine Damen, als er Mr. Webster sah, der Obhut dieses Herrn und widmete sich sofort den Direktoren der Badegesellschaft.
Mr. Webster zeigte den Damen alle Sehenswürdigkeiten – besonders die Hebelbahnen. Diese beförderten Personen und Gepäck durch fünfhundert Meter lange Hebelarme in ein paar Minuten hinunter und hinauf. Das ging sehr schnell und immer im großen Bogen durch die Luft.

Da nun die Damen tagelang sich selbst überlassen blieben, überredete Fräulein Bändel eines Abends die Frau Clara, bei einem Lampionfeste auf einer zweitausend Meter hoch gelegenen Seeterrasse doch mal statt zehn Prozent Weiß – zehn Prozent Schottisch (ganz bunt karierte Seide) zu tragen. Frau Clara willigte ein und tat, was Fräulein Bändel wollte.
Und so erschienen Beide in dem großen Berglokal.
Herr Krug kam grade hinzu.
Und – seine Miene zeigte eine solche Empörung, daß Frau Clara errötend sagte:
»Verzeih!«
»Nein!« rief er wild.
»Es geschah auf meine Veranlassung!« rief Fräulein Käte Bändel.
»Dann«, sagte Herr Krug kühl, »empfehle ich Ihnen, mit dem nächsten Luftschiff – es fährt morgen früh eins ab – zurück zum Makartlande zu fahren.«
»Ich fahre!« sagte Fräulein Bändel.
Frau Clara ließ sich ihren Mantel anhelfen und begleitete Fräulein Bändel.
Herr Krug fuhr mit der Hebelbahn zum Strande und nahm – mitten in der Nacht – in den Fluten des Ozeans ein lauwarmes Bad; die Bäder unten waren durch Drahtnetze sorgsam gegen Haifische geschützt.
Herr Krug glaubte, seine Frau würde Fräulein Bändel begleiten – bis ins Makartland; Fräulein Bändel aber fuhr allein zum Makartlande zurück.
Und Frau Clara erschien wieder in Grau mit zehn Prozent Weiß, so, als wenn gar nichts geschehen sei.
Herr Krug war kühl aber höflich, und er kam auf die zehn Prozent Schottisch nicht mehr zurück.
Frau Clara telegraphierte an Miß Amanda: »Du glaubst nicht, was ich erlebt habe. Das war geradezu entsetzlich. Edgar kann ein Gesicht machen! Das kann einem Tierbändiger Angst machen! Ich legte zehn Prozent Schottisch an. Und da kam Edgars Gesicht. Miß Bändel hat mich sofort verlassen. Jetzt tun wir so, als wäre gar nichts vorgefallen. Ich aber fürchte, daß ich eine derartige Tyrannei nicht mehr lange aushalte. Clara.«
Und Amanda telegraphierte:
»Ich hätte diese Tyrannei nicht eine einzige Stunde ausgehalten. Amanda. Telegraphiere sobald Dir wieder etwas passiert.«

ps_032

Eines Abends traf das junge Ehepaar in einem der beliebtesten Bergrestaurants wieder mit Mr. Webster zusammen. Es war das Lokal zum weißen Elefanten. Der Gastwirt, ein sehr gesprächiger Herr, erzählte vom Tode eines guten alten Freundes, der viele ganz zahme Flamingos besessen hatte, die leider verschwunden seien. Da erzählte nun Mr. Krug von den Flamingos, die auf sein Luftschiff kamen. Und es war bald klar, daß diese Flamingos dem alten verstorbenen Herrn gehört hatten. Mr. Krug schenkte die drei Vögel dem Gastwirt zum weißen Elefanten. Die Tiere wurden gleich herbeigebracht und erregten überall das größte Aufsehen. Erben hatte der verstorbene alte Herr nicht, und so ging die Besitzübernahme ohne weitere Formalitäten vor sich.
Frau Krug wollte etwas sagen.
Aber ihr Gatte schnitt ihr rasch das Wort ab, indem er sagte:
»Hiermit geht wieder eine peinliche Erinnerung rasch in den dunkelsten Hintergrund.«
Mr. Webster hörte das, mißverstand es und sagte:
»Jawohl, den Hintergrund dieses Lokals müssen wir noch besichtigen. Das ist ja hier eine große Sehenswürdigkeit.«
Man sah noch, wie die Sonne farbenprächtig im dunkelblauen Meere unterging und begab sich danach in den vielgepriesenen Hintergrund – in einem großen Hallensaal, in dem die Wände natürlich aus Glas bestanden. Aber – hier war das Glas schüssel- und schalenartig, so daß die Wand von jedem Punkte aus anders wirkte. Von den Schalen, deren tiefere Teile in die Wand hineingingen, waren viele opalisierend – und andre mit Tiffanywolken – auch solche aus buntem Eisglas waren da – und Filigranglas zeigte sich an den Rändern. Da die Schalen von hinten immer wieder anders erleuchtet wurden, gab das oft einen hinreißenden Effekt.
Und Herr Krug bat seine Frau, immer wieder in andrer Stellung vor den Glaswänden zu stehen. Und er erklärte dabei das graue Tuch vor der Glaswand für das beste Kostüm. Und andre Damen, die grade zugegen waren, gaben dem Architekten Recht. Und der Frau Clara wurde die Sache bald peinlich; sie wollte hinaus und behauptete, Kopfweh zu haben.
Da fuhren alle mit der Hebelbahn zur Spitze des Kinibalo.

Und auf der Spitze des Kinibalo sah man den großartigen Sternenhimmel. Alle Sterne leuchteten ganz klar auf dem dunklen Himmelsgrunde.
Und die Sterne spiegelten sich in den Fluten des Ozeans, der wie eine große Schüssel sich nach allen Seiten aufreckte.
Ein paar Aeroplane fuhren mit Scheinwerfern durch den Nachthimmel.
Es war sehr still oben auf dem Berge; von der Meeresbrandung hörte man nicht einen Ton.
Frau Clara fröstelte, und ihr Gatte hing ihr ein großes Tuch um und ließ ihr ein Glas Grog bringen.
Die Herren tranken ebenfalls Grog auf Frau Claras Wohl.
Man saß bis Mitternacht oben in dem großen Spitzenlokal.
Nur bunte Laternen leuchteten da oben und die Sterne des Himmels.
Der Mond ließ sich nicht sehen.
Meteore zogen in Parabelbahnen durch den Sternenhimmel.
Am Horizonte strahlte die Venus.

Am nächsten Tage fuhren Krugs nach Japan, allwo sie in ein ganz apartes Glasreich kamen, das in einem kleinen Bergwerke lag. Da hier eine sehr angenehme Temperatur herrschte, gingen alle Damen – besonders die kleinen Japanerinnen – in den luftigsten Kostümen, die natürlich sehr sehr bunt aufleuchteten und Herrn Krug gar nicht gefielen, da sie die Buntheit der Wände übertönten.
Herr Krug wollte auch hier die Bedeutung des grauen Tuchs seiner Gattin preisen – kam aber schön an. Besonders widersetzten sich die kleinen Japanerinnen.
Die Marquise Fi-Boh sagte:
»Mein edler Herr! Ihre Bemerkungen über die Kontrastwirkungen mögen ja wohl in dem ziemlich zurückgebliebenen Europa einen gewissen Eindruck gemacht haben. Was macht da nicht Eindruck? Aber wahr ist an Ihrer Ästhetik nicht eine Silbe, mein edler Herr! Ihre bunte Architektur ist entzückend wie ein Sonnenaufgang im stillen Ozean. Das Kostüm Ihrer Gattin – verzeihen Sie meine Offenheit, gnädige Frau! – ist abscheulich wie ein altes Gespensterlaken. Mir tut Ihre Gattin in der Seele leid, mein edler Herr! Gestatten Sie, daß wir Ihre Gattin umkleiden?«
»Nein!« rief Herr Edgar wild.
Und er faßte Frau Clara am Arm und wollte mit ihr fort.
»Welche Ungezogenheit!« rief die kleine Marquise Fi-Boh.
Und da mußte Frau Clara plötzlich lachen, und alle Damen lachten mit, daß es schauerlich durch die stillen Glasräume hallte.
Jetzt erklärte Mr. Krug mit jämmerlicher Miene, daß er jetzt Kopfweh habe, und er bat, ihn zu entlassen.
Und er ging mit seiner Gattin schweigend zum nächsten Fahrstuhl.

ps_033

%d Bloggern gefällt das: