Das graue Tuch und zehn Prozent Weiß

ps_060 Auf den Kurian-Murian-Inseln residierte ein reicher Chinese, der Li-Tung hieß.
Herr Li-Tung war ein sehr sonderbarer Herr. Und als Bauherrn verwünschten ihn schon verschiedene Architekten; Mr. Krug hatte sich längst an die Wunderlichkeiten der reichen Bauherren gewöhnt und glaubte, daß er auch dem wunderlichsten gewachsen sein könnte. Eines Morgens meldete er sich bei Herrn Li-Tung durch Farbensignale hoch über den Kurian-Murian-Inseln kreisend an. Herr Li-Tung signalisierte:
»Sehr angenehm, Mr. Krug, daß Sie schon da sind. Wir befürchteten, daß Ihnen ein Luftmalheur zugestoßen wäre. Muß darum sofort an Ihre Frau Gemahlin nach Teheran telegraphieren. Empfange Sie heute um Mitternacht. Kleiden Sie sich in rote Seide. Meine Diener stehen ganz zu Ihrer Verfügung. Ich bin Ihr Li-Tung. «
Mr. Werner sah seinen Freund lustig an.
»Das beginnt ja«, rief er, »ganz famos. Du, Edgar, sollst in roter Seide erscheinen. Wie erscheine ich da?«
»Das werden uns die Diener sagen!« versetzte Herr Krug, und er überblickte dabei staunend das Terrain unten. Da gab’s keine Felder, keinen Wald und kein Gras. Buntes Majolika-Parkett bedeckte den Boden in Terrassen. Die Terrassen waren durch Treppen und Fahrstühle verbunden.
»Mit dem werde ich einig!« rief Mr. Krug. Und Abends soupierten die beiden Freunde ganz in roter Seide. Danach kam der Empfang.

Li-Tung aber hatte an Miß Clara Krug nach Teheran telegraphiert:
»Gnädigste! Gute Laune anstecken! Gemahl in den Wolken und gerettet. Kommt gleich runter. Fahren Sie nach Schiras. Dort eins meiner Luftschiffe. Kaufen Sie in Schiras auf meine Rechnung für hundert Pfund Brokatstoffe – die besten. Sie werden in Schiras erwartet von meinen Luftchauffeuren. Ich begrüße Gnädigste in vollkommener Hochachtung und bin Ihr Li-Tung.«
Er telegraphierte auch an sein Luftschiff in Schiras.

Um Mitternacht tanzten hundert Damen aus allen Rassen des Erdballs einen bunten Serpentintanz auf dem Majolika-Parkett des reichen Li-Tung; die Damen und ihre farbigen Schleier wurden bunt von unten beleuchtet; die Scheinwerfer kamen aus den Majolikafliesen heraus. Natürlich – diese unterirdische Beleuchtung ließ sich nur dadurch herstellen, daß einzelne Stellen des Parketts aus durchsichtigem Glase bestanden.
Der Tanz wirkte sehr bunt.
Herr Li-Tung stand von seinem Throne auf und umarmte Mr. Krug und Mr. Werner und sagte gleich:
»Meine Kurian-Murian-Inseln können gar nicht bunt genug sein.«
Mr. Krug sagte zu Allem:
»Jawohl! Jawohl! Bin ganz Ihrer Meinung.«
Und dann entwickelte Mr. Li-Tung bei farbiger Fackelbeleuchtung, während die Diener auf dem Majolika-Parkett Tee und Frühstücksgebäck servierten, seine großen Baupläne.
Die Fackeln brannten auf ziemlich hohen Mastbäumen, die man in ein paar Minuten aufgerichtet hatte.
»Sehen Sie«, sagte Mr. Li-Tung, »ich lebe hier wie der alte Kaiser von China, der ja jetzt schon vor vielen Jahrzehnten abgesetzt ist. Ich lebe hier so wie der alte Kaiser, als er noch nicht abgesetzt war. Ich bin nur ein bischen kleiner als er. Nun ja! Deshalb vertrag ich keinen Widerspruch. Und das ließen sich die andern Architekten nicht gefallen. Hoffentlich vertragen wir uns besser, Mr. Krug!«
»Das erscheint mir sehr wahrscheinlich!« sagte dieser ruhig, »jetzt aber Näheres über die Baupläne, Majestät!«
»Hoho!« rief Mr. Li-Tung, »Sie haben kein Recht, mich Majestät zu nennen, denn ich bin doch immer noch ein bischen kleiner als der alte Kaiser von China.«
Mr. Krug verbeugte sich und sagte ruhig:
»Habe leider den alten Herrn nicht gekannt. Der alte Kaiser ist ja wohl schon längst gestorben.«
»Ja!« sprach Li-Tung, »meine Pläne sind kurz diese: ich möchte Häuser haben, die an Galgen hängen. Galgenstraßen möchte ich haben. Sie fragen: warum? Ja – glauben Sie denn, ich werde mein köstliches Majolika-Parkett der Häuser wegen ruinieren? Außerdem: ich will, daß der horizontal stehende obere Galgenarm drehbar ist.«
»Geht!« sagte Mr. Krug, »man verlängert den Galgenarm nach der anderen Seite, belastet ihn und benutzt die Verlängerung als Hebelstange. Wenn die Häuser klein und ganz aus Glas sind, lassen sie sich auch zum Boden runterziehen – höher und tiefer hängen – jedenfalls immer so drehen, daß das Wohnzimmer im Schatten liegt. Eine perpetuierlich variable Architektur. Ich werde gleich Bauleute aus dem Tierpark Ostindien herkommen lassen.«
Mr. Li-Tung sah den Architekten erstaunt an, sprang auf, umarmte ihn stürmisch und rief: »Sie haben mich total verstanden. Sie halten mich nicht für verrückt. Champagner! Wir müssen gleich Brüderschaft trinken.«
Man zechte bis zum Morgengrauen.

Als Miß Clara ankam, fand sie eine sehr ausgelassene Gesellschaft – und lauter exotische Damen: Negerinnen, Indianerinnen, Perserinnen usw. Das Englisch, das gesprochen wurde, klang zumeist sehr unverständlich.
Miß Clara kam in Grau mit zehn Prozent Weiß.
Miß Amanda hatte auch Grau mit zehn Prozent Weiß angelegt.
Mr. Löwe ebenso.
Da sahen die Drei den Mr. Krug in grüner und blauer Seide.
Das war eine große Überraschung.
Mr. Li-Tung bat gleich die Drei, sich rasch in Seide und Brokat zu werfen.
»Widerspruch gibt’s hier nicht!« rief er sehr energisch.
»Widerspruch gibt’s hier nicht!« riefen Mr. Krug und Mr. Werner.
Die Situation wurde nun ganz seltsam. Mr. Löwe faßte seinen Freund Edgar an beiden Schultern und rief:
»Mensch, ich erkenne Dich nicht wieder. Mr. Stephan ist nach Europa gefahren. Bei welchem Gerichtshof soll ich ihn nun verklagen?«
»Laß mich doch damit in Ruh‘!« versetzte der Edgar.
»Aber dieser Klage wegen«, rief Mr. Walter Löwe, »fahre ich Dir doch seit Monaten nach.«
»Mein Herr! Mein Herr!« rief da Li-Tung, »erst umkleiden. Widerspruch gibt’s hier nicht.«
Nun kleidete sich auch Mr. Löwe um.
Und danach pokulierten alle wieder bis zum Morgengrauen.
Die Balletteusen tanzten nach der Musik von fünf alten Leierkasten.
Das fand Miß Clara gräßlich, und sie sagte gleich, daß sie an Vierzigturmorgelmusik gewöhnt sei. Li-Tung bestellte gleich eine Dreiturmorgel. Die Türme sollten durch größere Galgenhäuser ersetzt werden.
Die Leierkasten wurden fortgebracht.
Die exotischen Damen sangen jetzt zu ihren Tänzen.
Miß Clara sagte zu ihrem Edgar:
»Wie lange müssen wir noch hierbleiben?«
Und Mr. Edgar erwiderte:
»Wir müssen mit List fort.«
Aber erst nach zwei vollen Monaten, als die Architekten und Arbeiter aus Indien angekommen und auch die Musikinstrumente für die drei größeren Galgenhäuser da waren, konnte Mr. Edgar seinem Freunde Li-Tung ein Telegramm zeigen, das ihn sofort nach Babylon rief.
Li-Tung wollte mitkommen. Doch Mr. Krug sagte, daß er so bald wie möglich wiederkommen würde.
Und so fuhren Krugs mit Miß Amanda und Mr. Löwe gen Babylon.
Miß Clara erschien beim Abschied auf der Balkonterrasse des Krugschen Luftschiffes wieder in Grau mit zehn Prozent Weiß.
Mr. Li-Tungs Balletteusen tanzten.
Und die Dreiturmorgel, auf der Miß Clara öfters schon gespielt hatte, wurde von einer talentvollen Kreolin gespielt; diese spielte Ballettmusik – mit Glocken, Pauken und Posaunen.
Mr. Li-Tung wehte mit seinem bunt karrierten seidenen Taschentuch.
Und das Luftschiff flog davon.

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»Das war anstrengend!« rief Miß Clara, als sie die Kurian-Murian-Inseln aus den Augen verloren.
»Es hat aber meiner Kasse wieder auf die Beine geholfen!« sagte Mr. Edgar.
Und Mr. Löwe meinte:
»Dann kannst Du mir wohl die Reise ersetzen.«
»Ja!« sagte Mr. Edgar.
Und es geschah.
Miß Amanda wollte nun von Grau und zehn Prozent Weiß sprechen, da sagte aber Miß Clara lebhaft:
»Liebe Amanda, ich bin doch in verschiedener Hinsicht andrer Meinung geworden. Wir wollen die Sache gar nicht weiter verfolgen. Die Kurian-Murian-Inseln bildeten ein Intermezzo in unserem Leben. Dieses Intermezzo hat uns den Magen verdorben. Sprechen wir später über die Farbengeschichte. Ich gehe jedenfalls wieder laut Kontrakt in Grau mit zehn Prozent Weiß.«
Mr. Edgar verbeugte sich lächelnd und gab seiner Gattin eine Zigarette.
Und man kam vorläufig auf die Kostümfrage nicht mehr zurück.

Den Mr. Werner hatte Edgar auf den Kurian-Murian-Inseln zurückgelassen – mit besonderen Verhaltungsmaßregeln. Mr. Werner sollte außerdem die Bauarbeiten »leiten«: seine Haupttätigkeit aber war diplomatischer Natur.
Kaum befand sich Krugs Luftschiff außer Sicht, so sagte zu Li-Tung der Mr. Werner in geheimer Audienz:
»Edelster Herr Li-Tung, der Sie nur ein bischen kleiner sind als der alte Kaiser von China – welche Tatsache ich niemals vergessen werde – ich erlaube mir, ganz ergebenst zu bemerken, daß das Bunte immer gut ist – sehr gut – außerordentlich gut. Indessen – es gibt verschiedene Arten von Buntigkeit – z. B. glänzende knallige Buntheit und schlaffe melancholische Buntheit. Diese beiden Buntheiten passen nicht gut zusammen. Wir aber wollen auf den Kurian-Murian-Inseln keine Art von Buntheiten ausschließen. Und deshalb muß bei der koloristischen Komposition der am Galgen hängenden Häuser auf Majolika-Parkett und Garderobe Rücksicht genommen werden. Ersteres ist da und bereits maßgebend. Die Garderobe verändert sich bei den Ballettdamen, wie Sie wissen, täglich. Darum bitte ich den Damen mitzuteilen, daß der Garderobenkonsum bis auf Weiteres gesperrt werden muß. Später hat er sich der aufgehängten Architektur anzugliedern.«
Das verstand Mr. Li-Tung nicht. Drei Stunden hindurch mußte er sich die Sache klar machen lassen. Dann sagte Mr. Li-Tung: »Man hole den Ballettmeister!«
Nun wurde dem die Sache klar gemacht, ihm bedeutet, daß später, wenn die hängende Architektur erst fertig werde, der Kostümaufwand mächtig wachsen dürfte – usw. usw. Der Ballettmeister sagte schließlich:
»Mächtig wachsen ist gut – sehr gut – außerordentlich gut! Besonders für die Kostüme der Damen, die leider nicht mehr wachsen können; die meisten sind zu alt dazu.«
Bei den hundert Ballettdamen erregte die Neuigkeit einen Sturm der Entrüstung. Doch ließen sich die Damen durch den Hinweis auf das mächtige Wachsen des Kostümkonsums schließlich zur Not beschwichtigen. Doch murrten sie im Geheimen.
Mr. Werner depeschierte an Mr. Krug das Resultat seiner ersten diplomatischen Aktion. Und die hängende Architektur machte immer größere Fortschritte.
Man freute sich über die Glashäuser, die in der Luft hingen, immer mehr.

Währenddem promenierten Krugs mit Miß Amanda Schmidt und Mr. Walter Löwe auf den neuen Quais von Babylon. Im alten Babylon hatte man neue Majolikadämme hergestellt.
Eine Orientgesellschaft wollte im alten Babylon die Herrlichkeit, die unter dem alten Nebukadnezar geherrscht hatte, noch mal herstellen – restaurieren.
»Eine sehr große Kateridee!« meinte Mr. Krug.
Aber die Direktoren der Orientgesellschaft widersprachen lebhaft, sie sagten:
»Die Bestrebungen der verschiedenen Menschen sind eben verschieden – die einen wollen das Alte, die andern das Neue. Außerdem haben wir im Euphrat- und Tigrislande so viel entdeckt und ausgegraben, daß wir jetzt mal eine Epoche der babylonischen Kultur rekonstruieren können.«
»Wir haben viele Beduinen überredet, hier als Krieger, Hofbeamte, Eunuchen, Tempeldiener zu figurieren.«
»Und deshalb haben wir, um den Zuzug der Fremden abzuwehren, beschlossen, alle Besucher zu veranlassen, sich babylonisch zu kleiden – im Geschmack des alten Nebukadnezar, der von sechshundertfünf bis fünfhundertzweiundsechzig vor Christus hier residierte.«
»Das heißt«, rief Mr. Löwe, »wir sollen uns auch babylonisch kleiden und frisieren lassen?«
»Freilich! Freilich!« riefen die Herren vom Direktorium der Orientgesellschaft, »die Damen können so bleiben, wie sie sind. Aber sie dürfen zur Fortbewegung nur Sänften gebrauchen. Sänftenträgerinnen stehen sofort zur Verfügung. Für die Herren stehen gekräuselte Bärte und Perücken zur Verfügung. Wir gehen europäisch, da uns das ganze Terrain gehört.«
Miß Clara lachte ganz laut.
Miß Amanda lächelte.
Die Herren verbeugten sich und Mr. Löwe meinte:
»Na, wem’s nicht gefällt, der kann ja mit der Bagdadbahn nach Konstantinopel fahren. Darauf läuft es ja wohl hinaus.«
»Jedenfalls«, bemerkte Mr. Krug, »eine sehr höfliche Art, die Besucher darauf aufmerksam zu machen, daß vorläufig ihr Besuch noch als etwas störend empfunden wird. Ich aber füge mich – füge mich – wie immer.«
Als nun der Architekt und der Rechtsanwalt im babylonischen Kostüm erschienen, wollten sich die Damen in ihren Sänften halbtot lachen; Mr. Krug sagte ernsthaft:
»Nicht zu lange lachen! Sonst wird uns die Besichtigung des neuen Babylons nicht gestattet.«
»Pardon!« rief ein Herr vom Direktorium, »es heißt das alte Babylon.«
Dabei lag Krugs langes Luftschiff gar nicht weit ab auf dem blumigen Wiesenterrain.

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Nun entwickelte sich aber das Zusammenleben in diesem neuen Altbabylon ganz anders, als man gedacht hatte; ein paar Beduinen benahmen sich kostümiert so, daß sie rasch exportiert werden mußten. Dem wohnten die Vier vom Luftschiff bei.
Mr. Edgar setzte große Glasfenster in den alten Königsbarken durch. Die eine fuhr schon mit Dreirudrern auf dem alten Euphrat herum. An den andern baute man noch. Mr. Edgar setzte auch noch bunte Ampeln an den beiden Rändern der breiten Prozessionsstraße durch. Aber mehr konnte er nicht erreichen. Die Glaser hatten hier nicht viel zu sagen. Majolika war Trumpf.
An einigen Palastwänden sollten auch große plastische Majolikagruppen angebracht werden – und sehr viele babylonische Löwen – im Geschmack Nebukadnezars frisiert – wurden aus gebrannter Tonerde hergestellt. Doch hatte das Terrain einen sehr wenig sympathischen Charakter; überall lag Angefangenes umher, die Lagerstellen der Materialien machten einen unordentlichen Eindruck, und die Herren vom Direktorium ließen sich selten blicken; von einem Tempelbau sah man nur die vier Grundsteine, in die Tönnchen mit babylonischer Schrift hineingelegt wurden.
Im kleinen Euphratrestaurant kam Mr. Löwe eines Abends zu Mr. Krug und den beiden Damen und sagte lächelnd:
»Kinder! Hier fehlt’s am Gelde. Daher die Kostümscherze. Ich denke, wir machen, daß wir möglichst rasch fortkommen.«
»Dann fahr doch«, sagte Edgar, »mit der Bagdadbahn.«
»Schön«, versetzte der Rechtsanwalt, »wie aber steht’s eigentlich mit Deinem Paragraphen im Ehekontrakt? Ich sah Deine Gattin schon in Brokatstoffen. Bald wird sie auch altbabylonisch kostümiert sein. Müssen wir da nicht schnell noch die Sache mit dem Grau und den zehn Prozent Weiß rechtskräftig ändern?«
»Ja«, sprach Edgar, »rechtskräftig aufheben wollen wir den Paragraphen.«
Mr. Löwe fixierte alles schriftlich, und die Beteiligten unterschrieben das Skriptum.
»So ist also«, bemerkte Miß Amanda, »die Kostümfrage erledigt.«
»Keineswegs!« sagte Miß Clara, »ich trage auch fürderhin Grau mit zehn Prozent Weiß freiwillig.«
»Aber Clara!« rief ganz entsetzt Miß Schmidt, »wenn aber Dein Gatte Dich bunt zu sehen wünscht, was dann?«
»Das geht uns nur was an!« bemerkte schnippisch Frau Krug.
Miß Amanda wollte nun auch gleich mit der Bagdadbahn nach Konstantinopel. Doch wurde ihr auseinandergesetzt, daß der Seeweg nach New-York doch bequemer sei. Da wollte sie denn vom Mittelmeer aus ein Motorschiff benutzen.
Mr. Löwe fuhr noch in derselben Nacht mit der Bagdadbahn nach Konstantinopel.
Die letzten Gläser wurden im Euphratrestaurant ohne Perücke – nur mit dem schwarzen gekräuselten Bart – getrunken. Die Damen amüsierten sich königlich bei dieser kulturhistorischen Kostümgeschichte.

Am nächsten Morgen telegraphierte der Edgar an den Li-Tung: »Liebster Freund! Sehe, daß Du hier in Babylon die ersten Anregungen für Deine Majolikaterrassen bekommen hast. Wenn meine Glasbauten doch auch überall so anregend wirken möchten. Jedenfalls muß ich heute zur Insel Kypern fahren, allwo große Seehafenbauten mit sehr viel Glas zur Ausführung kommen sollen. Wenn ich nicht mehr zu den Kurian-Murian-Inseln zurück kann, mußt Du mich im Lago Maggiore auf der Isola grande besuchen. Aber eine Bitte: nicht mit dem Ballett. Grüße Mr. Werner! Wir grüßen Dich Alle, und ich bin Dein getreuer Edgar Krug.«


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